Paulus an die Römer

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Vorrede auf die Epistel S. Paulus an die Römer

Diese Epistel ist das rechte Hauptstück des Neuen Testaments und das allerlauterste Evangelium Welche wohl würdig und wert ist dass sie ein Christenmensch nicht allein von Wort zu Wort auswendig weiß sondern täglich damit umgeht wie mit täglichem Brot der Seelen denn sie kann nie zu viel und zu sehr gelesen oder betrachtet werden und je mehr sie gehandelt wird desto köstlicher wird sie und besser schmeckt sie.

Darum will ich auch meinen Dienst dazu tun und durch diese Vorrede einen Eingang dazu bereiten soviel mir Gott verliehen hat damit sie desto besser von jedermann verstanden wird Denn sie ist bisher mit Glossen und mancherlei Geschwätz übel verfinstert wo doch an ihr selbst ein helles Licht ist fast genügend die ganze Schrift zu erleuchten.

Aufs erste müssen wir der Sprache kundig werden und wissen, was S. Paulus meint durch diese Worte Gesetz Sünde Gnade Glaube Gerechtigkeit Fleisch Geist und dergleichen sonst ist kein Lesen daran von Nutzen.

Weiterlesen »

AddThis Social Bookmark Button

Bereitung zum Sterben

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben
Martin Luther, 1519

Erstens. Weil der Tod ein Abschied ist von dieser Welt und von allen ihren Geschäften, ist es nötig, dass der Mensch sein zeitliches Gut in Ordnung bringe, wie es sich gehört oder er es zu regeln gedenkt, damit nach seinem Tode kein Anlass zu Zank, Hader oder sonst einem Zweifel unter seinen hinterbliebenen Verwandten zurückbleibt. Das ist ein leiblicher oder äußerlicher Abschied von dieser Welt; hier wird Hab und Gut entlassen und verabschiedet.

Zweitens soll man auch geistlich Abschied nehmen, das heißt man soll freundlich, rein nur um Gottes willen, allen Menschen vergeben, so sehr sie uns auch Leid zugefügt haben mögen. Umgekehrt soll man auch, rein um Gottes willen, von allen Menschen Vergebung begehren; denn zweifellos haben wir vielen von ihnen Leid zugefügt, zum mindesten mit bösen Beispiel oder mit zu wenig Wohltaten, wie wir nach dem Gebot brüderlicher, christlicher Liebe schuldig gewesen wären. Das sollen wir tun, damit die Seele nicht mit irgendwelchen Händeln auf Erden behaftet bleibe.

Weiterlesen »

AddThis Social Bookmark Button

Von den guten Werken

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Von den guten Werken 29. März 1520

Jesus

Dem durchlauchtigen, hochgeborenen Fürsten und Herrn, Herrn Johann, Herzog zu Sachsen, Landgraf zu Thüringen, Markgraf zu Meißen, meinem gnädigen Herrn und Patron!
Durchlauchter, hochgeborener Fürst, gnädiger Herr! Eure Fürstlichen Gnaden seien allezeit meines untertänigen Dienstes und armen Gebetes im voraus versichert.
Gnädiger Fürst und Herr! Ich hätte längst gern meine untertänige Dienstpflicht gegen E.F.G. mit einer geistlichen Gabe1, wie es mir zukommt, erzeigt. Doch habe ich, auf mein Vermögen gesehen, mich immer für zu gering befunden, etwas vorzunehmen, das würdig wäre, E.F.G. zugeeignet zu werden. Weil aber mein gnädigster Herr, Herr Friedrich, des Heiligen Römischen Reiches Erzmarschall, Kurfürst und Vicarius usw., E.F.G. Bruder, mein unzureichendes, S.K.F.G. gewidmetes Büchlein2 nicht verschmäht, sondern gnädig aufgenommen hat, das nun auch im Druck, woran ich nicht dachte, herausgekommen ist, habe ich Mut geschöpft aus solch gnädigem Exempel und mich erkühnt zu hoffen, wie das fürstliche Geblüt und so auch das fürstliche Gemüt zuvor in gnädiger Nachsicht und guter Meinung eines gleichen Sinnes sei, so werde E.F.G. ihrer Art nach auch dies mein armes, untertäniges Anerbieten nicht verschmähen. Denn dies herauszubringen ist mir viel nötiger gewesen als sonst kaum eine von meinen Predigten oder Büchlein, weil die größte Streitfrage sich erhoben hat über die guten Werke, in denen unzählig mehr List und Betrug vorfällt als in irgendeiner anderen Kreatur, und in denen der einfältige Mensch nur zu leicht verführt wird, so dass auch unser Herr Christus uns geboten hat, wir sollten mit Fleiß achtgeben auf die Schafskleider, unter denen sich Wölfe verbergen. Es hat weder Silber, Gold, Edelgestein noch sonst ein kostbares Ding so mannigfache Zusätze und Abbruche erfahren wie die guten Werke, welche allesamt eine einzige, einfältige Güte haben müssen, ohne die sie lauter Schönfärberei, Blendwerk und Betrug sind.

Weiterlesen »

AddThis Social Bookmark Button

Apostelgeschichte

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Apostelgeschichte 2, 1-14

Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmütig bei einander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und man sah an ihnen die Zungen zerteilt, als wären sie feurig. Und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des Heiligen Geistes, und fingen an zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, dass sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich, und sprachen unter einander: Siehe, sind nicht dieser alle, wider reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther, und Meder, und Elamiter, und die wir wohnen in Mesobethanien, und in Judäa und Cappadocien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten, und an den Enden der Lybien bei Kyrene, und Ausländer von Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Araber; wir hören sie mit unseren Zungen die großen Taten Gottes reden. Sie entsetzten sich alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem anderen: Was will das werden? Die andern aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßes Weins.

Weiterlesen »

AddThis Social Bookmark Button

Ein kleiner Unterricht

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Ein kleiner Unterricht, was man in den Evangelien suchen und erwarten solle (1522)

Es ist eine verbreitete Gewohnheit, dass man die Evangelien nach den Büchern zählet und nennet und sagt: Es gibt vier Evangelien. Daher ist’s gekommen, dass man nicht weiß, was Paulus und Petrus in ihren Briefen sagen und ihre Lehre gleichsam als Zusatz zur Lehre der Evangelien geachtet wird, wie auch eine Vorrede des Hieronymus sich hören lässt. Danach ist es eine noch ärgere Gewohnheit, dass man die Evangelien und Briefe gleichsam wie Gesetzbücher ansieht, darinnen man lehren soll, was wir tun sollen, und darin die Werke Christi uns nicht anders als ein Vorbild vor Augen gestellt werden. Wo nun diese zwei irrigen Meinungen im Herzen bleiben, da kann weder Evangelium noch Brief mit Nutzen und christlich gelesen werden, wir bleiben eitel Heiden wie vorher.

Weiterlesen »

AddThis Social Bookmark Button

Die 95 Thesen

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Die 95 Thesen des Dr. Martin Luther

Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Wittenberg unter dem Vorsitz des ehrwürdigen Vaters Martin Luther, Magisters der freien Künste und der heiligen Theologie sowie deren ordentlicher Professor daselbst, über die folgenden Sätze disputiert werden. Deshalb bittet er die, die nicht anwesend sein und mündlich mit uns debattieren können, dieses in Abwesenheit schriftlich zu tun. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Amen.

Weiterlesen »

AddThis Social Bookmark Button

Luthers Predigten

26.08.2009 Santos Gespeichert in Martin Luther - Sonstige Keine Kommentare »

Luthers Predigten und Schriften waren in einer kräftigen und volksnahen Sprache verfasst, wobei er vulgäre Ausdrücke nicht verschmähte. Bekannt wurden viele deftige Zitate wie: Aus einem glücklichen Arsch kommt ein fröhlicher Furz.

AddThis Social Bookmark Button